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Sonderheft Nr. 6

 

Gero Lietz (Bearb.):
Westpommern/Pomorze Zachodnie - Aspekte der polnischen Nachkriegsgeschichte Pommerns

August 2015, Preis: 8,00 EUR bestellen...


INHALT

Gero Lietz: Editorial, S. 3.

Alina Hutnikiewicz: Der Prozess der polnischen Besiedlung Pommerns nach 1945, S. 4-11.

Zdzisław Lec: Die Rolle der katholischen Kirche bei der Integration der polnischen Siedler in Pommern nach 1945 am Beispiel der Pfarreien Goleniów, Gryfice und Nowogard, S. 12-19.

Roman Kostynowicz †: Zum Umgang mit sakralen Objekten in Westpommern in den Jahren 1945-1956, S. 20-22.

Jan Wild: Doppelte Diaspora. Ausgewählte Aspekte der Geschichte der evangelischen Kirche im polnischen Pommern in den Jahren 1945-1994, S. 23-46

Janusz Mieczkowski: Juden in der sozialen Landschaft Westpommerns seit 1945. Zum Stand der Forschungen über eine Minderheit, S. 47-63.

Rafał Foltyn: Die Ansiedlung von Polen aus dem Wilna-Gebiet in Mittelpommern nach 1945, S. 64-67.

Dawid Gonciarz: Darstellung der Kultur der Expatrianten aus dem Wilna-Gebiet in pommerschen Museen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, S. 68-74.

Tomasz Ślepowronski: DDR kontra VR Polen. Die Haltung der westpommerschen Bevölkerung zum Konflikt in der Pommerschen Bucht (1985-1989), S. 75-81.

Józef Borzyszkowski: Die Kaschuben – Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart Pommerns, S. 82-91.

Polnisches Ortsnamenregister mit deutscher Ortsnamenkonkordanz, S. 92-94.
Personenregister, S. 95-98.
Nachweis der polnischen Erstpublikationen, S. 99.
Kurzvorstellung der Autoren und des Bearbeiters, S. 100-101.

Aus der Einführung: "Zeitgeschichte regional" beobachtet und schätzt seit jeher die intensive polnische Zeitgeschichtsforschung zur Region der ehemaligen Provinz Pommern. Während die polnischen Kollegen unsere deutschsprachige Forschung in der Regel wahrnehmen, steht die deutsche Wahrnehmung der polnischen zeitgenössischen Historiographie noch immer am Anfang, und das hauptsächlich wegen der Sprachbarriere. Zu den wichtigen Themen, die in den letzten Jahren von polnischer Seite forciert und kritisch vorangetrieben werden, gehört die Neubesiedlung der ehemaligen deutschen Gebiete und damit die Beschreibung eines Wandlungsprozesses von einzigartigen Ausmaßen. Inhaltlich und chronologisch stellen diese Forschungen ein Pendant zur bisherigen deutschsprachigen Forschung über die früheren deutschen Einwohner dar. Zeitgeschichte regional möchte die moderne polnische Forschung der unmittelbaren Nachbarregion bekannter machen und den polnischsprachigen Autoren ein deutsches Leserforum anbieten.

Sonderheft Nr. 5

 

Arkady Tsfasman (Bearb.):
Die letzten Zeugen des Krieges und des Holocaust. Jüdische Migrantinnen und Migranten aus Mecklenburg-Vorpommern erinnern sich an ihre Kindheit in der UdSSR während des Zweiten Weltkrieges [deutsch-russisch]

Mai 2012, Preis: 8,00 EUR bestellen...


INHALT

Editorial, S. 3.

Kriegskinder. Gedicht von Ilja Reznik, S. 4.

Arkady Tsfasman: Auch sie müssen erinnert werden. Anstelles eines Vorwortes, S. 5
Schicksale jüdischer Eltern und ihrer Kinder in der Sowjetunion der Vorkriegszeit, S. 8
Unter faschistischer Okkupation, S. 14.

Einzelschicksale in Berichten: Klara Kats, S. 18; Lidija Minevych, S. 23; Felicia Hininher, S. 29; Valentina Lipina, S. 33.

Arkady Tsfasman: Leningrad unter der Blokade, S. 36.

Einzelschicksale in Berichten: Zinaida Reynberg, S. 40; Alisa Shoykhet, S. 45; Moisej Gilchenok, S. 49; Marina Kukushkina, S. 53; Igor Lachchenko, S. 56.

Arkady Tsfasman: Flucht, Evakuierung und Leben im sowjetischen Hinterland, S. 59.

Einzelschicksale in Berichten: Mykhailo Ilyin, S. 63; Oleksandr Rozenboym, S. 69; Ira Rozenboym, S. 74; Vladimir Shklyar, S. 80; Mykhaylo Lipin, S. 85; Olexander Vaksman, S. 88; Jakov Friedmann, S. 92; Maia Gurewitsch, S. 95; Arkady Tsfasman, S. 98.

Arkady Tsfasman: Anstatt eines Schlusswortes, S. 114.

Vorstellung des Autors, S. 115.

Aus der Einführung: Die Erinnerungen wurden durch Arkady Tsfasman, Zeitzeuge und Historiker in einer Person, zugleich Mitglied der Jüdischen Gemeinde Rostock, wachgerufen, aufgezeichnet und eingeleitet. Aus der Perspektive von Kindern wird geschildert, was dieser deutsche Krieg im Osten mit den Menschen angerichtet hat: Es sind keine Heldenepen, sondern Tragödien: Einzelschicksale, die zurückhaltend und oft in knappe Worte gefasst geschildert werden. Dennoch wird erahnbar, wie viele Flüchtlingstrecks zusammengeschossen, wie viele Millionen entwurzelter Menschen durch Osteuropa geirrt, wie viele Schiffe und Orte untergegangen waren, bevor dieser Untergang den von deutsch sprechenden Menschen besiedelten Boden erreichte. Die Millionen deutscher Teilnehmer und Zeugen dieser Verbrechen wussten vielleicht, warum diese Geschichten in deutschen Diskursen über den Krieg jahrzehntelang kaum eine Rolle gespielt hatten. Die Stärke der Berichte liegt nicht zuletzt darin, dass sie Ausdruck von Lebenswillen und -kraft sind; sie haben Rachegesänge nicht nötig und vergessen auch den Dank an die vielen, auch deutschen Überlebenshelfer nicht.

Sonderheft Nr. 4

 

"Da kann sich so eine Landratte nicht reindenken." Das Tagebuch des Rostocker Schiffsingenieurs Fritz Ruppert von 1910 bis 1939

Bearbeitet von Angrit Lorenzen-Schmidt, Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt und Rüdiger Ruppert

Dezember 2010, Preis: 14,00 EUR bestellen...


INHALT

Einführung
von Angrit und Klaus-J. Lorenzen-Schmidt, S. 3.

Tagebuch
von Fritz Ruppert 1910-1939, S. 11-302.

Nachwort
von Rüdiger Ruppert, S. 303-305.

Karten, S. 308.

Aus der Einführung: Dass ein Seemann Tagebuch schreibt, ist selten. Um so bedeutender ist der hier publizierte Fund eines Zeugnisses "popularer Schriftlichkeit", das umso eindringlicher wirkt, weil der Autor tatsächlich mit dem Tagebuch seinen Arbeitsalltag beschreibt, ohne auf den potentiellen Leser zu schielen. Die Notizen sind oft knapp und zeigen zumeist die gnadenlose Eintönigkeit der seemännisch-technischen Arbeit. Ruppert schrieb zumeist am Ende eines langen Arbeitstages in seiner Kajüte. Das Tagebuch wurde neben hunderten von Briefen und Postkarten vom jüngeren Sohn des Autors, Dr. med. Rüdiger Ruppert, gefunden. Die Edition erfolgt mit wenigen Ausnahmen buchstabengetreu der handschriftlichen Vorlage. Es wurden von den Herausgebern nach aufwändiger Recherche vor allem erklärende Fußnoten gesetzt, die dem Leser Zusatzinformationen zu den Tagebuchnotizen geben sollen.

Sonderheft Nr. 3

 

Die Namensliste der 1940 aus dem Regierungsbezirk Stettin deportierten Juden

Mit einer Einleitung zum Geschehen und zum Dokument von Wolfgang Wilhelmus unter Mitarbeit von Irmfried Garbe

Januar 2009, Preis: 6,00 EUR bestellen...


INHALT

I. Vorwort, S. 3.

II. Einleitung: Die Lubliner Judenliste.
Die erste Deportation deutscher Juden
vom 13. Februar 1940 aus dem pommerschen Regierungsbezirk Stettin, S. 4-14

III. Das Dokument, S. 15-56.

IV. Karten, S. 58-60.

Aus dem Geleitwort: Das Original dieser Liste hat sich in Lublin erhalten. Es ist die behördliche Spur eines Massenverbrechens, das bis heute nicht vollständig aufgeklärt, geschweige denn geahndet wurde. Es betraf 1.124 Personen, die in Pommern verwurzelt waren und sich in aller Regel und zu Recht als Deutsche fühlten. Sie wurden aber seit 1933 Schritt für Schritt entrechtet, diskriminiert, beraubt, in Angst und Schrecken versetzt, verschleppt, ghettoisiert und schließlich – sofern sie sich in den ostpolnischen Durchgangsghettos mühsam am Leben erhalten hatten – 1942 und 1943 kaltblütig in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Majdanek ermordet. Nach gegenwärtiger Kenntnis überlebten nur 19 Menschen die ihnen angetane Verschleppung. Dieses Schreckensdokument stand bisher nur den Sachkennern in wenigen Kopien in Deutschland und Israel zur Verfügung. Mit dem Druck dieser Liste soll den jüdisch-pommerschen Opfern der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus ein Gedenkort gegeben werden, der ihnen bisher im öffentlichen Gedächtnis der Region und des Landes nicht zuteil geworden ist.

Sonderheft Nr. 2

 

Index "Zeitgeschichte regional" 1997-2006
bearbeitet von Irmfried Garbe

August 2007, Preis: 3,00 EUR bestellen...


INHALT

Sachsystematische Auflistung aller Autoren und Beiträge der ersten 10 Jahrgänge "Zeitgeschichte regional" auf 70 Seiten


Aus dem Geleitwort: Um die inhaltliche Vielfalt der zurückliegenden zehnjährigen Editions- und Forschungsarbeit abzubilden, wurde der Index nicht nur alphabetisch, sondern auch sachthematisch untergliedert. Der gedruckte Index erscheint als Jubiläumsgabe zum 10-jährigen Bestehen von Zeitgeschichte regional. Seine Verbreitung liegt ganz in unserem Interesse!

Sonderheft Nr. 1

 

Alexander Erdmann:
Deutsch-deutsche Kirchenpartnerschaften vor und nach der Wende 1989/90. Das Beispiel der Landeskirchen Pommern und Nordelbien

November 2006, Preis: 12,00 EUR bestellen...


INHALT

I. Einleitung, S. 6-9.

II. Partnerschaft auf landeskirchlicher Ebene: Das Dorfkirchensanierungsprogramm, S. 10-39.

III. Kirchliche Gemeindepartnerschaftsarbeit als gesamtdeutsche Aufgabe - das Beispiel der Gemeinden Franzburg und Neukirchen, S. 40-86.

IV. Zusammenarbeit der Nordelbischen und der Greifswalder Landeskirche aus dem Blickwinkel der Staatssicherheit, S. 87-102.

V. Schlussbetrachtung, S. 103-105.

Aus dem Geleitwort: Mit dieser Studie wird das erste Sonderheft unseres Periodikums "Zeitgeschichte regional" vorgelegt. Alexander Erdmanns Kieler Dissertationsschrift ist eine Pilotstudie. Erstens ist der erzählte Gegenstand noch weitgehend historiographisches Neuland, zweitens werden in dieser Arbeit Gesellschafts-, Zeit- und Kirchengeschichte in fruchtbarer Weise verknüpft, drittens vergegenwärtigt dieser Bericht buchstäblich Zeitgeschichte regional, also Landesgeschichte in wünschbarer Breite und Konkretion, und viertens ist auch die unmittelbare Nachbarregion Schleswig Holstein in gleichem Maße angesprochen wie Vorpommern und Mecklenburg.
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